Faule Tage,  Lifestyle

UGLY LIVES MATTER

… wir wünschten, wir könnten jetzt etwas total Spektakuläres schreiben. So was wie … dem heiligen Gral, dem Sinn des Lebens, dem sechs Punkte Plan für die beste Erziehung Eurer Kinder, dem ultimativen Distanzlernen oder dem ultimativen Rezept für Kuchen in 5 Minuten ohne Backen und den besten Antiaging – Strategien….und wir sagen nicht, dass wir das nicht sind. Aber hauptsächlich sind wir  auf der Suche nach ganz alltäglichen Dingen. Erwartet nicht zu viel, auch wir sind  ganz normale Menschen und teilen mit euch hier einen Moment diesen Planeten. Ich bin da am Wochenende auf einen Artikel gestoßen, der mich kurz zum Nachdenken gebracht hat. Es ist eine sehr alltägliche Situation, wir kennen es alle:

Menschen, die weniger attraktiv sind, werden von der Geburt an, bis ins hohe Alter benachteiligt. Da gibt es genug Studien zu, macht nur das Netz auf. In den Staaten hat man kürzlich ein Langzeitexperiment dazu gemacht: Man hat Lehrern falsche Zeugnisse, andere Profile von Schülern vorgelegt, manchmal hat ein nicht so „hübsches“ Kind falsche Zeugnisse. Die Lehrer hatten die Aufgabe, die Kinder einzuschätzen. Wen wundert das Ergebnis: Bei hübschen Schülern war die Bewertung viel positiver, sie galten als intelligenter, ihnen attestierte man ein besseres Elternhaus  und sie schätze man ambitionierter ein.

Wahrscheinlich würdet Ihr lachen, wenn Ihr Euch vorstellen könntet, was daraus folgen kann:

„UGLY LIVES MATTER“ ….ein Aufkleber mit dem Slogan: Gibt den Hässlichen eine Chance…ein Politiker , der für unattraktive Menschen eine Quote in den Dax Vorständen wirbt. Die Sache ist durchaus ernst, aber, so der Antidiskriminierungsbeauftragte Bernhard Franke   „Hässlichkeit sei rechtlich nicht einfach zu fassen….“

Hässlichkeit und viele andere Merkmale bringen die auf Gleichstellung bedachte Gesellschaft an ihre Grenzen. Institutionen müssten kapitulieren, nicht, weil sie kein Mitgefühl haben, sondern weil es kein Ende geben wird, bis jeder menschliche Makel ausgeglichen ist.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, anders zu sein, im Kindergarten, in der Grundschule. Das hässliche Entlein mit einer Genvariation auf dem Chromosom 16, wie der Stern es so schön in seiner 19. Ausgabe vom 16.Mai 2021 schreibt : „damit muss man erst einmal damit umgehen, dass das eigene Aussehen rein wissenschaftlich als Defekt gesehen wird….“. Dazu werde ich in den nächsten Tagen sicher noch einen Beitrag verfassen. Ich freu mich drauf !

 

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