EIN STARKES TEAM FÜR EIN STARKES IMMUNSYSTEM
Probiotika und Prebiotika: Starkes Team im Magen-Darm-Trakt
ist es ein Phänomen unserer Gesellschaft, dass wir alle unsere Meinung ständig und zu jederzeit kundtun. Und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob es heute, wo wir doch alle Informationen haben könnten, so klug ist, permanent eine Meinung zu allem zu haben. Ihr seht, es wird wirr… ich versuche in diesem Blog ein wenig Fakten zu schaffen, diesmal geht es um den Unterschied: Prebiotika- Probiotika- Symbiotika aufzuklären… und warum die kleinen Lebewesen für Euch und Eure Darmgesundheit gut sind.
Ausgewählte Mikroorganismen können sich positiv auf die Gesundheit auswirken, wenn sie in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Im Darm sind die ausgewählten Mikroorganismen Bestandteil der Darmflora. Prebiotika fördern das Wachstum von ausgewählten Mikroorganismen. Ausgewählte Mikroorganismen und Prebiotika ergänzen sich gegenseitig, die Kombination von beiden bezeichnet man als Synbiotika.
Eine gesunde Darmflora (Mikrobiom) sorgt nicht nur für eine optimale Verdauung, die Zusammensetzung unserer Darmbakterien ist auch entscheidend für unser allgemeines Wohlbefinden, für unser Immunsystem und den Stoffwechsel sowie für unsere Emotionen. Gerät das Gleichgewicht der Darmflora durcheinander, kann die Einnahme von Präbiotika dazu beitragen, die natürliche Balance im Darm wieder herzustellen.
Was genau sind Präbiotika, welche Wirkung entfalten sie auf unsere Gesundheit und in welchen Lebensmitteln stecken sie drin? Hier erhältst Du ausführliche Informationen zum Thema Präbiotika.
Was sind Präbiotika?
“Präbiotika” bedeutet übersetzt “vor dem Leben” (lateinisch “pre” = “vor”, griechisch “bios” = “das Leben”). Es handelt sich bei Präbiotika um unverdauliche Nahrungsbestandteile bzw. Pflanzenfasern (z. B. Ballaststoffe wie Inulin und Oligofruktose), über die sich unsere “guten” Darmbakterien als Nahrungsquelle freuen. Bakterien im Darm sorgen gut genährt dafür, dass unsere Verdauung reibungslos abläuft. Sie bauen Präbiotika ab und bilden bei dem Prozess kurzkettige Fettsäuren, die sich positiv auf unseren Organismus auswirken.
Als Nahrung lassen Präbiotika die “guten”, nützlichen Bakterien in unserem Darm wachsen, sich wohlfühlen und sich vermehren. Damit tragen sie auch zur Entwicklung eines gesunden, vielfältigen Mikrobioms (Darmflora, intestinale Mikrobiota) bei. Zudem fördern Präbiotika die Ansiedelung sogenannter PROBIOTIKA im Dickdarm. Sie sind letztendlich also das “Bakterienfutter” oder der “Dünger” für unsere gesundheitsfördernden Darmbakterien.
Präbiotika sind eine Untergruppe von Ballaststoffen. Inulin, Frukto-Oligosaccharide (FOS) und Galakto-Oligosaccharide (GOS) sind wichtige Inhaltsstoffe in Präbiotika. Nur aus diesen Bestandteilen können die guten Keime im Darm Energie gewinnen. Insbesondere Probiotika wie Laktobakterien und BIFIDOBAKTERIEN ( findet Ihr in meinem letzten Blogthema) ernähren sich gerne von Präbiotika.
Neben Präbiotika gibt es außerdem auch noch Probiotika und Synbiotika:
- Probiotika in Form von Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten enthalten lebensfähige Mikroorganismen wie z. B. Milchsäurebakterien, Bifidobakterien oder Hefen, die in unseren Dickdarm gelangen und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken.
- Synbiotika sind Nahrungsergänzungsmittel, die sowohl Prä- als auch Probiotika enthalten. Die gleichzeitige Einnahme von präbiotischen Substanzen und probiotischen Bakterienstämmen sorgt dafür, dass sich die Probiotika gleich nach der Ankunft im Darm von den Präbiotika ernähren und vermehren können.


